Ja, ich bin Fan: An WordPress schätze ich vor allen Dingen die schnellen Ergebnisse, die man mit dem CMS und den vorhandenen Plugins und Themes erzielt. Unser eBook Schnelleinstieg WordPress ist denn auch ein kleines Plädoyer für die Open-Source-Lösung mit den unzähligen Vorteilen. Wie jedes System hat auch WordPress seine Ecken und Kanten. Immer wieder fragen Leser nach den Nachteilen und worauf zu achten sei. Hier kommen also meine persönlichen Top 6 der WordPress-Nachteile: Wenn Sie diese Punkte im Blick haben, können Sie unnötige Probleme einfach vermeiden und WordPress professionell einsetzen.

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WordPress-Nachteil #1: Sicherheitslücken durch schlechte Plugins

Viele Plugins erstellen die fleißigen Programmierer in ihrer Freizeit – das heißt leider, dass Sicherheitsvorkehrungen und permanente Optimierungen manchmal aus dem Blick geraten. Solche Plugins stellen ein Sicherheitsrisiko dar und machen es Hackern leicht.

Tipp: Nutzen Sie so wenig Plugins wie möglich und aktualisieren Sie sie regelmäßig. Nutzen Sie außerdem nur Plugins, die durch die Entwickler regelmäßig aktualisiert oder erweitert werden (auf das Datum der letzten Aktualisierung achten).

 

WordPress-Nachteil #2: Funktionsstörungen durch fehlerhafte Plugins

Neben den genannten Sicherheitslücken haben viele Plugins auch funktionale Fehler. So kann es passieren, dass nach einer Installation oder einem Update des Plugins WordPress nicht mehr läuft.
Insbesondere um Plugins, die schlecht bewertet wurden oder nur selten installiert wurden, sollte man einen Bogen machen.

Tipp: Falls WordPress nach einer Plugin-Aktualisierung nicht mehr läuft, benennen Sie einfach das gerade aktualisierte Plugin um. Danach ist WordPress wieder zu laden und Sie können das Plugin deaktivieren oder durch ein alternatives austauschen.

 

WordPress-Nachteil #3: Probleme durch schlechte Themes

Bei den Themes gibt es große Qualitätsunterschiede – nicht nur im Design, sondern auch in der Umsetzung und Programmierung.

Während manche Theme-Entwickler auf Ladegeschwindigkeit, moderne Frameworks und fehlerfreie Codes Wert legen, gibt es leider auch schwarze Schafe, die schlechte Programmierungen abliefern.

Tipp: Achten Sie bei der Auswahl auf die Kommentare und Bewertungen der bisherigen Käufer oder Nutzer. Moderne Themes sollten außerdem ein sogenanntes Responsive Design bieten, damit Ihre Website auf allen Endgeräten gut dargestellt wird.

Problem erkannt, Problem gebannt. Wer die Nachteile kennt, hat es viel leichter, WordPress optimal einzusetzen.
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Autor Patrick Belowski

WordPress-Nachteil #4: Langsame Website bei vielen Plugins

Häufig klagen WordPress-Nutzer über eine langsame Website. Grund dafür ist häufig, dass unzählige Plugins installiert sind.

Jede Erweiterung ist mit Programmierungen ausgestattet, die je nach Aufgabe sehr umfangreich sein können. Diese Programmierungen müssen in der Regel bei jedem Webseitenaufruf geladen und ausgeführt werden. Bei vielen Plugins kann damit eine Webseite schnell zum Erliegen kommen.

Tipp: Nutzen Sie so wenig Plugins wie möglich. Über das Plugin P3 (Plugin Performance Profiler) können Sie messen, welche Plugins WordPress ausbremsen.

 

WordPress-Nachteil #5: Defektes WordPress nach dem Update

Ein Totalausfall von WordPress kommt glücklicherweise so gut wie nie vor. Dennoch kann es passieren, dass ein WordPress-Update und ein Plugin oder Theme nicht harmonieren.

Tipp: Machen Sie vor jedem Update ein Backup Ihrer Datenbank und Ihrer Dateien. Die Sicherungen können Sie bei einem Totalausfall schnell zurückspielen und so Ihre Website retten. Es gibt viele Plugins, die Ihnen diese Arbeit abnehmen, wie z.B. BackUpWordPress.

 

WordPress-Nachteil #6: Verlust von Anpassungen nach einem Update

Anpassungen an einem Theme oder Plugin können durch ein Update überschrieben werden. Dies passiert, wenn Sie die Änderungen direkt im Quellcode des Themes (z.B. in der CSS-Datei) oder des Plugins (z.B. im PHP-Code) vorgenommen haben.

Tipp: Vermeiden Sie direkte Eingriffe in den Quellcode und nutzen Sie beispielsweise Child-Themes: In dieser Kopie des Themes können Sie Änderungen vornehmen, ohne dass ein Update des Haupt-Themes sie überschreibt.

Das war es auch schon: Eine Top-Liste von Nachteilen, die nur sechs Punkte enthält, spricht immer noch für WordPress als erste Wahl für Websites, Blogs und als CMS. Außerdem gilt auch hier: Problem erkannt, Problem gebannt. Wer die Nachteile kennt, hat es viel leichter, WordPress optimal einzusetzen und hat immer noch eines der stärksten Systeme am Markt in der Hand.